Energiespartipps für den Winter
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Mit dem Vergleichsrechner den eigenen Stromverbrauch einschätzen
Mit der jährlichen Stromrechnung und dem „Stromspiegel für Deutschland“ können Privathaushalte den eigenen Verbrauch bewerten und in sieben Klassen von „gering“ bis „sehr hoch“ einordnen. Mit dem Online-Vergleichsrechner ist die Auswertung besonders einfach. Nach wenigen Klicks können Privathaushalte ihren Verbrauch einordnen. Zeigt die Ampel Grün, verbraucht der Haushalt weniger als vergleichbare Haushalte – aber die eine oder andere Einsparmöglichkeit gibt es mit Sicherheit. Steht die Ampel auf Gelb oder sogar Rot, lohnt es sich besonders, seine Geräteausstattung zu prüfen und sein Verbrauchsverhalten zu hinterfragen.
Tipp
Den Vergleichsrechner finden Sie hier:
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Besser Stoßlüften statt Fenster auf Dauerkipp
Durchgängiges Lüften über gekippte Fenster ist ineffizient, denn es bringt wenig Luftaustausch und die Räume verlieren zu viel kostbare Wärme. Wesentlich effektiver ist regelmäßiges Stoßlüften, möglichst durch das Öffnen gegenüberliegender Fenster für rund fünf Minuten. Das genügt, um die gesamte Raumluft auszutauschen.
Die ideale Dauer und Häufigkeit des Lüftens hängt von der Wohnungsnutzung ab. Je mehr Personen im Haushalt leben, desto häufiger sollte gelüftet werden. Jeder Bewohner gibt durchschnittlich etwa zwei bis drei Liter Wasser an die Raumluft ab – durch den Atem, Duschen, Wäschewaschen, Kochen und Hausarbeit. In Küche und Bad, wo viel Feuchtigkeit entsteht, muss häufiger gelüftet werden als im Wohn- oder Schlafzimmer. Wer Wäsche in der Wohnung trocknet, sollte ebenfalls öfter lüften, um die Verdunstungsfeuchte abzuleiten.
Tipp
Auf die Luftfeuchtigkeit achten! Der optimale Bereich für die Luftfeuchtigkeit der Raumluft liegt zwischen 40 und 60 Prozent. Hygrometer messen die Luftfeuchtigkeit, es gibt sie preiswert im Elektrogeschäft.
Mehr Infos finden Sie im Factsheet „Energieeffizient heizen und lüften“:
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Energie-sparend Backen
Gerade im Winter hat der Backofen Hochkonjunktur. Mit unseren Tipps lässt sich unnötiger Energieverbrauch vermeiden.
- Vor dem Anschalten ausräumen: Nehmen Sie nicht genutzte Backbleche oder Auflaufformen aus dem Ofen, bevor Sie darin backen oder garen. Das überflüssige Zubehör muss sonst auch aufgeheizt werden und das kostet bis zu 20 Prozent mehr Energie.
- Kalt starten: Für die meisten Gerichte ist ein Vorheizen des Backofens nicht nötig.
- Wie beim Kochen: Neugier zähmen. Jedes Öffnen der Backofentür lässt Wärme entweichen, es muss nachgeheizt werden. Öffnen Sie die Ofentür also nur, wenn es wirklich erforderlich ist.
- Wirbelnde Luft wärmt besser: Nutzen Sie vorzugsweise Umluft beziehungsweise Heißluft. Durch die Zirkulation der Luft verteilt sich die Wärme schneller und effizienter, dadurch kann die Temperatur um bis zu 30 °C niedriger eingestellt werden.
- Backraum optimal ausnutzen: Wenn Sie mehrere Speisen zubereiten wollen, platzieren Sie diese nebeneinander auf dem Blech oder Rost. Mit Umluft kann gleichzeitig auf mehreren Ebenen gegart werden, das spart bis zu 45 Prozent Energie.
- Nicht unbedingt bis zum Ende durchziehen: Bei allen Gerichten, die länger als 40 Minuten im Elektro-Ofen garen, können Sie schon fünf bis zehn Minuten vor Ablauf der angegebenen Garzeit abschalten. Die Restwärme reicht aus.
Tipp
Mehr Tipps zum Energiesparen bei Kochen und Backen finden Sie unter:
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Einzelraumregelung macht sich schnell bezahlt
Bei der Heizung macht sich eine automatische und individuelle Regelung schnell bezahlt. Dafür muss die Heizungsanlage neben einer zentralen Vorlauftemperaturregelung noch über ein zusätzliches System zur Temperaturregelung einzelner Räume (Einzelraumregelung) verfügen.
Praktisch sind Fensterkontakte: Wird ein Fenster geöffnet, schaltet die Heizung automatisch in den Frostschutzbetrieb. Sinnvoll ist auch eine integrierte Zeitschaltuhr, durch die jeder Raum individuell zu vorgegebenen Zeiten automatisch gewärmt wird.
Die Einzelraumregelung berücksichtigt auch Wärmegewinne durch Sonneneinstrahlung oder die Abwärme von Hausgeräten.
Tipp
Für Heizungen im Bestand eignen sich besonders Funkregler, es fällt keine aufwendige Verkabelung an.
Mehr Tipps zum Energiesparen in Haus und Garten finden Sie hier:
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Energie sparen mit Rollläden
Sie haben Rollläden an den Fenstern? Schließen Sie diese im Winter bereits bei Einbruch der Dunkelheit. Der Wärmeaustausch nach außen wird reduziert, weil sich zwischen Rollladen und Fenster eine isolierende Luftschicht bildet. Sind keine vorhanden helfen auch dichte Gardinen.
Aber Achtung: Thermostatkopf und Heizkörper nicht mit Gardinen, Möbeln etc. verdecken. Sonst kann sich Wärme stauen, der Temperaturfühler erkennt zu hohe und damit falsche Werte und der Raum selbst bleibt kalt.
Tipp
Mehr Tipps zum energiesparenden Heizen:
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Gefriergerät: Kalte Jahreszeit zum Abtauen nutzen!
Ganz gleich ob kleines 4-Sterne-Fach oder großer Gefrierschrank, kaum ein Haushalt verzichtet auf die Gefrierlagerung. Bei den Dauerläufern ist regelmäßiges Abtauen und Reinigen wichtig. Das Eis wirkt wie eine Isolierschicht, das Gerät muss mehr arbeiten, um die Temperatur zu halten. Schon eine Eisschicht von einem Zentimeter kann den Energieverbrauch verdoppeln, also besser deutlich vorher abtauen.
Ideal zum Abtauen sind niedrige Außentemperaturen, dann kann das Gefriergut im Freien gelagert werden und taut möglichst wenig auf. Ist es draußen nicht kalt genug, kann man sich mit Kühltasche und Kälteakkus behelfen oder zumindest das Gefriergut mit einer dicken Lage Zeitungspapier umwickelt an einen kühlen Ort stellen.
Tipp
Mehr Tipps zum Energiesparen bei Kühlen und Gefrieren finden Sie unter:
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Heizlüfter und Radiatoren vermeiden!
Mobile Heizlüfter oder Radiatoren für die Steckdose sollten nicht als Alternative zur Zentral- oder Etagenheizung verwendet werden. Sonst kann sich der Stromverbrauch massiv erhöhen! Das lässt sich mit einem Beispiel verdeutlichen: Wird ein Heizlüfter mit 2 kW vier Stunden lang betrieben, erzeugt das einen Stromverbrauch von 8 kWh, nur um einen Raum abends zu temperieren. Ein Dauerbetrieb wird also sehr teuer.
Weiterhin sind Heizlüfter nicht für den kontinuierlichen Betrieb ausgelegt. Sie eignen sich maximal zum kurzzeitigen Temperieren einzelner Räume.
Ein verstärkter Einsatz mobiler Stromheizgeräte kann auch in der Stromversorgung zu Problemen führen, beispielsweise Stromausfälle im Haus oder sogar im Quartier auslösen.
Tipp
Im Gegensatz dazu können sich fest installierte Direktheizgeräte für Räume eignen, die nicht durchgehend genutzt und deshalb nur bei Bedarf beheizt werden, wie z.B. das Badezimmer.
Mehr Infos zum energiesparenden Heizen und Lüften finden Sie hier:
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Heizkörper-Thermostat richtig einstellen spart Heizenergie!
In vielen Wohnungen und Häusern wird die Raumtemperatur über Heizkörper-Thermostate geregelt. Meist erfolgt die Temperatureinstellung nach Zahlen von eins bis fünf. Je höher die Zahl, desto wärmer wird es im Raum. Wird beispielsweise „3“ eingestellt, bedeutet das eine Raumtemperatur von 20 Grad Celsius – diese Temperatur wird gehalten, so lange bis die Einstellung geändert wird.
Die Zahlen auf dem Thermostatkopf entsprechen folgender Temperatur:
- 0: geschlossen
- Stern oder Schneeflocke: Frostschutz bei ca. 6 °C (Kellerräume)
- 1: ca. 12 °C (Treppenhaus, Windfang)
- 2: ca. 16 °C (Nachtabsenkung, Schlafzimmer)
- 3: ca. 20 °C (Wohnräume und Arbeitszimmer)
- 4: ca. 24 °C (Badezimmer)
- 5: bis 28 °C (Maximale Temperatur)
Tipp
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Gluckernde Heizkörper entlüften spart Energie
Die Heizungskörper gluckern und werden nicht gleichmäßig warm? Dann ist es höchste Zeit sie zu entlüften, denn es ist wahrscheinlich Luft in das System gelangt. Diese Luft sammelt sich vor allem in den Heizkörpern der oberen Etagen, die dann nicht richtig warm werden, ganz gleich wie stark das Thermostat aufgedreht wird. Entlüften kann jeder Haushalt selbst, dazu braucht man nur drei Dinge: einen Entlüftungsschlüssel, den gibt es günstig im Haushaltswarenbedarf oder Baumarkt, ein kleines Gefäß, zum Beispiel eine Plastikschüssel und ein Handtuch.
So geht’s: Am Ende des Heizkörpers, die dem Thermostat gegenüberliegt, befindet sich eine vierkantige Schraube. Das Handtuch darunter auf den Boden legen, falls es tropfen sollte. Die kleine Schüssel unter die Schraube halten, den Entlüftungsschlüssel daraufsetzen und sehr langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen. Dann öffnet sich das Ventil und die Luft kann entweichen. Sobald Wasser kommt, sofort wieder zudrehen. Das Ganze an jedem Heizkörper wiederholen. Vorsicht: Sowohl die entweichende Luft als auch das Wasser können heiß sein. Wenn viel entlüftet wird, muss in der Heizungsanlage Wasser aufgefüllt werden, in Mietwohnungen daher die Hausverwaltung informieren.
Tipp
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Wäsche trocknen in der Wohnung vermeiden
Wäsche sollte man am besten im Freien trocknen, beispielsweise auf einer Leine im Garten oder einem Wäscheständer auf Balkon oder Terrasse. Das geht auch bei kalten Temperaturen, meist muss nur noch kurz nachgetrocknet werden bzw. leicht feucht lässt sich Wäsche gut bügeln, dann ist kaum Dampf nötig. Alternativ eignet sich auch ein nicht beheizter, gut belüfteter Trockenraum.
Vorsicht ist allerdings geboten beim Trocknen von Wäsche in der Wohnung. Dabei wird viel Feuchtigkeit frei, die mittels Lüften entfernt werden muss, sonst kann Schimmel in der Wohnung drohen. Für Haushalte ohne Trockenplatz im Freien bietet ein Wäschetrockner mit Wärmepumpe die wirtschaftlichste Trockenmethode.