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Mann an Smart Panel
© Halfpoint - stock.adobe.com

Schalten und Steuern

Elektrische Geräte sollten nur dann eingeschaltet werden, wenn es tatsächlich zur Nutzung kommt. Um einen möglichen Dauerbetrieb, z. B. im Stand-By, zu verhindern, gibt es einfache und kostengünstige Lösungen um Energie einzusparen.

Steckdosenleisten mit Schalter einsetzen

Die einfachste Effizienzmaßnahme ist der Einsatz von Steckdosenleisten mit integriertem Schalter. Mit dem Schalter können alle Geräte direkt vom Netz getrennt werden und verbrauchen damit auch keine Energie im Stand-By-Betrieb. Achtung: Steckdosenleisten sind nicht unbegrenzt belastbar und sollten über ein offizielles Prüfsiegel verfügen. Außerdem ist zu empfehlen nie mehrere Steckdosenleisten miteinander zu verbinden.

Einfach Energiesparen mit einer Zeitschaltuhr

Energie lässt sich auch leicht einsparen durch den Einsatz einer Zeitschaltuhr. Das Gerät sorgt dafür, dass unnötiger Stromverbrauch zum Beispiel im Stand-by-Modus vermieden wird. Problemlos können die Uhren zwischen Steckdose und Gerät eingesetzt werden. Einfach programmiert, schalten sie das Fernsehgerät, den SAT-Receiver oder den WLAN-Router komplett aus- und wieder ein. In jedem Fall sollten Sie die Herstellerangaben zum jeweiligen Gerät beachten.

Elektronische Zeitschaltuhren eignen sich auch zur Steuerung von Rollläden und Jalousien oder für Leuchten, die täglich zur selben Zeit ein- bzw. ausgeschaltet werden, zum Beispiel im Garten oder in der Einfahrt. Hier empfiehlt sich der Einbau einer Schaltuhr im Zählerschrank durch einen Fachhandwerker.

Automatisierte Rollläden sorgen für Wärmeschutz und Sicherheit

Eine effektive Energiesparmaßnahme ist die Automatisierung von Rollläden und Jalousien. Kommen programmierbare elektrische Gurtwickler zum Einsatz, können zuverlässig Heizkosten eingespart werden. Setzen im Winter die niedrigen Abendund Nachttemperaturen ein, fährt der Rollladen automatisch herunter und hilft so, die Wärme im Haus zu halten. Das Luftpolster zwischen Rollladen und Fenster wirkt als zusätzliche Dämmung und vermindert Energieverluste an der Fensterfront.

Auch im Sommer kann sich eine Rollladenautomatik bezahlt machen: Fährt der Rollladen zur sonnenintensiven Tageszeit automatisch herunter, bleibt der Raum durch die Verschattung kühler.

Der Einbau eines elektrischen Gurtwicklers ist relativ unkompliziert, er wird einfach anstelle des manuellen Wicklers eingesetzt. Wer es komfortabler und ganz ohne Gurt mag, rüstet die Läden mit einem Motor im Rollladenkasten auf. Beide Varianten – Gurtwickler und Motor – können übrigens auch per Funk betätigt und in ein Smart-Home-System integriert werden.

© Bosch, Rademacher

Unser Tipp

Alle vier Jahre sollten Sie Ihre elektrische Anlage mit einem E-Check überprüfen lassen. Das anerkannte Prüfsiegel der Elektrofachbetriebe gibt Ihnen Sicherheit und zeigt Optimierungsmaßnahmen im Haus auf.

Weitere Informationen dazu unter www.e-check.de

Funktionen im Haus per Funk steuern

Ob Rollläden und Jalousien, Leuchten und Elektrogeräte – sie alle lassen sich einfach und ohne großen Aufwand auch per Funk steuern. Das bietet nicht nur mehr Komfort, sondern auch ein Plus an Energieeffizienz und Sicherheit. Um beispielsweise im Winter Energiekosten einzusparen, sollte man rechtzeitig am Abend die Rollläden herunter fahren, damit in frostigen Nächten weniger Raumwärme verloren geht. Wer das als Befehl in ein Funksystem einprogrammiert, muss sich um die Ausführung nicht mehr kümmern. Angeschlossene Dämmerungs- oder Sonnensensoren aktivieren die Steuerung.

Funksysteme im Smart Home

Statt einzelner Funklösungen für verschiedene Anwendungen lassen sich auch Komplettsysteme realisieren. Unterschiedliche Komponenten stehen über definierte Funkfrequenzen in Verbindung. Es gibt in der Hausautomatisierung mittlerweile eine Vielzahl von Funksystemen, um Geräte in ein Netzwerk einzubinden. Moderne Systeme können dabei Geräte nicht nur steuern, sondern es wird auch ihr aktueller Zustand abgefragt und dokumentiert. So bekommt der Nutzer eine Rückmeldung auf sein Smartphone, ob ein Befehl angekommen und korrekt ausgeführt wurde.

Unser Tipp

Sobald sich die Funktion von Räumen verändert und aus dem Gäste- oder Kinderzimmer zum Beispiel ein Büro wird, oder neue Elektrogeräten angeschafft werden, zahlen sich Elektroinstallationsrohre aus. Möglich sind beispielsweise auch eine spätere Automatisierung der Rollläden sowie die Nachrüstung von Komponenten für das altengerechte Wohnen, wie Notruftaster oder höhenverstellbare Arbeitsflächen.

Auch steigt das benötigte Datenvolumen von Computer, Fernseher und mobilen Endgeräten. Dem kommen moderne Elektroinstallationsrohre mit integriertem Lichtwellenleiter entgegen. Solche Rohre versorgen das ganze Gebäude sicher, schnell und störungsfrei mit Energie- und Datenleitungen.

Leerrohr
Elektroinstallationsrohr © Fränkische

Moderne Funksysteme bieten auch eine relativ hohe Energieeffizienz. Einerseits verbrauchen die Smart-Home-Komponenten selbst nur wenig Energie, andererseits bietet ein solches System Kontrollmöglichkeiten über die im Gebäude verbrauchte Energie. Dafür stehen Komponenten für die Energieverbrauchsmessung zur Verfügung.

Nachteilig ist zurzeit noch, dass es viele herstellerspezifische Lösungen gibt, die nicht kompatibel mit anderen marktgängigen Systemen sind. Auch ist die Sicherheit des Systems ist häufig ein Problem. Verbraucher sollten sich vor einer Investitionsentscheidung auf jeden Fall über sicherheitsrelevante Aspekte ihres Wunschsystems informieren.

Notwendig zum Betrieb eines Funksystems sind ein Sender und die jeweiligen Empfänger. Funksender, die an der Wand montiert werden, gibt es für die Unterputzinstallation oder auch zur flachen Montage auf Glasflächen, Fliesen oder Möbeln.

Für die mobile Nutzung innerhalb des Hauses bieten sich Handsender in verschiedenen Ausführungen an. Noch komfortabler und effizienter ist eine intelligente Gebäudesteuerung, bei der das System um Sensoren erweitert wird. Dann können sich zum Beispiel Jalousie und Raumthermostat, Fensterkontakt und Lichtsensor über das System verständigen: Meldet beispielsweise ein Fensterkontakt ein offenes Fenster, regelt sich die Heizung automatisch herunter.

Vernetzte Haushaltsgeräte sind keine Vision mehr!

Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz sind die drei Kernargumente für vernetzte Haushaltsgeräte. Viele namhafte Hersteller bieten bereits seit Jahren Waschmaschinen, Geschirrspüler, Backöfen, Kühl- und Gefriergeräte etc. an, die zentral über ein Tablet oder von unterwegs über ein Smartphone gesteuert und überwacht werden können. Als Funktionen werden beispielsweise angeboten: Geräte-Informationen, Bedienungsanleitungen, Tutorials, Rezeptdatenbanken. Dazu kommt die Unterstützung bei der Wahl von Wasch- bzw. Spülprogrammen, Hinweise zum Energiesparen und zur Lebensmittellagerung.

Auch eine Ferndiagnose durch den Kundendienst ist auf Wunsch möglich. Geräte können vom Tablet oder Smartphone aus gestartet werden. Auch eine Vernetzung der Geräte bringt ein Plus an Komfort. Kann beispielsweise die Dunstabzugshaube mit dem Kochfeld Informationen austauschen, passt diese ihre Leistung automatisch an die Leistungsstufe des Kochfeldes an. Damit bleiben die Hände zum Kochen frei und die Luft in der Küche wird optimal von Fett und Gerüchen befreit.

Und wer sich morgens beim Verlassen des Hauses fragt, ob er die Kaffeemaschine ausgeschaltet hat, kann das zum Beispiel über sein Smartphone von unterwegs einfach überprüfen und bei Bedarf per Tastendruck nachholen.